Bibliotheksverbände international - eine Auswahl
IFLA-Trainingsprogramm BSLA (Building Strong Library Associations)
Das IFLA-Trainingsprogramm BSLA (Building Strong Library Associations) bietet umfangreiche Selbstlern-Materialien zu den Themenbereichen u.a. Bibliotheksverbände in der Gesellschaft, die nachhaltige Entwicklung eines Bibliotheksverbands, strategische Beziehungen und Fundraising, Lobbyarbeit für Bibliotheken und Bibliotheksstatistik für die Lobbyarbeit.
IFLA trainiert mit diesen Materialien Bibliotheksteams in verschiedenen Ländern.
Die Module des Trainingsprogramms liegen mittlerweile auch in deutscher Übersetzung vor.
http://www.ifla.org/en/bsla/learning-platform
International Federation of Library Associations and Institutions (IFLA)
Die IFLA ist der Weltverband der bibliothekarischen Vereine und Institutionen und vertritt die Interessen der Bibliotheken auf internationaler Ebene. Sie wurde 1927 als eine unabhängige, nicht staatliche und gemeinnützige Organisation gegründet und kooperiert mit zahlreichen anderen Vereinigungen und Institutionen wie der UNESCO und der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO).
Der internationale Bibliotheksverband unterstützt weltweit den fachlichen Austausch und die Kooperation der Bibliothekare und Informationsspezialisten und bietet eine Plattform zur Formulierung gemeinsamer Ziele und zur Entwicklung von Lösungsmöglichkeiten für weltweite Anliegen. Neben Publikationen, der Erstellung von Richtlinien und Manifesten und der Verbreitung von Informationen ist der jährlich stattfindende Weltkongress für Bibliothek und Information mit ca. 4.000 Teilnehmern die weltweit bedeutendste internationale Fachtagung im Bibliotheksbereich.
Die fachliche Arbeit der IFLA erfolgt in 48 Sektionen, die wiederum in fünf Abteilungen (Divisions) zusammengefasst sind. Darüber hinaus hat IFLA sechs Kernaktivitäten formuliert, für die es spezielle Ausschüsse gibt, wie z.B. FAIFE (Free Access to Information ans Freedom of Expression Committee).
Wichtigster Repräsentant der IFLA ist der Präsident, der für eine Amtszeit von zwei Jahren gewählt wird. Der President-elect wird ebenfalls für zwei Jahre gewählt und folgt dem Präsidenten nach. Der 10-köpfige Vorstand wird jeweils für eine Amtszeit von zwei Jahren gewählt.
Weitere Informationen:
„Bibliotheken treiben den Zugang zu Wissen voran”. IFLA-Präsidentin Ellen Tise im Gespräch
http://www.goethe.de/wis/bib/fdk/de5648063.htm
Informationen zu deutschen Mitgliedern der IFLA
European Bureau of Library, Information and Documentation Associations (EBLIDA)
EBLIDA wurde 1992 gegründet und ist der europäische Dachverband der nationalen Bibliotheks-, Informations-, Archiv- und Dokumentationsverbände mit Sitz in Den Haag, Niederlande.
EBLIDA nimmt sich zentraler Fragen der modernen Informationsgesellschaft an und setzt sich auf europäischer Ebene für die Belange der Bibliotheken bei EU-Kommissionen, beim Europarat sowie Europaparlament ein. So engagiert sich der Verband besonders auf dem Gebiet des Informationsrechts, der Digitalisierung und des Zugangs zu Information sowie für bildungs- und kulturpolitische Themen wie Informationskompetenz und Lebenslanges Lernen. Die fachliche Arbeit geschieht in Experten- bzw. Arbeitsgruppen.
Übergeordnetes Gremium ist der Council. In ihm sind alle Mitglieder von EBLIDA zusammengeschlossen. Er trifft die Entscheidungen über Struktur des Verbandes und seine politischen Grundsätze. Der Council bestimmt auch die Mitglieder des Executive Committee, das die Verwaltungs- und organisatorischen Rechte inne hat.
An der Spitze des Verbandes steht der Präsident.
Das Sekretariat setzt die Entscheidungen des Rates und des Executive Committee um und erledigt das Tagesgeschäft. Das Sekretariat wird vom Direktor geleitet, der vom Executive Committee ernannt wird.
Weitere Informationen:
Informationen zu deutschen Gremienmitgliedern von EBLIDA
Ligue des Bibliothèques Européennes de Recherche (LIBER)
LIBER ist die Vereinigung der großen wissenschaftlichen Bibliotheken in Europa.
LIBER wurde 1971 als nichtstaatliche Organisation von Forschungsbibliotheken unter der Schirmherrschaft des Europarats gegründet. LIBER umfasst fast 400 National- und Universitätsbibliotheken und andere Bibliotheken in 42 Ländern.
LIBER vertritt die Interessen der europäischen Forschungsbibliotheken, ihrer Universitäten und Forscher. LIBER setzt sich insbesondere ein für den freien Zugang zu Information und die Entwicklung leistungsfähiger Informationsdienste, für wirkungsvolles und effizientes Management, innovative Angebote für Forschung und Lehre sowie für die Bewahrung des kulturellen Erbes in Europa.
Um diese Aufgaben erfüllen zu können, entwickelt und unterstützt LIBER die Schaffung und Entwicklung eines fachlichen Netzwerks der National- und Universitätsbibliotheken und anderer Forschungsbibliotheken sowie eine zielorientierte Kooperation mit anderen Organisationen in Europa und darüber hinaus.
Die Mitglieder von LIBER kommen in der Generalversammlung zusammen. Diese wählt den Präsidenten, den Vize-Präsidenten, die Sektionen und ihre Vorsitzenden sowie die Mitglieder des Executive Board. Das Executive Board kann Standing Committees sowie spezielle Arbeitsgruppen, sogenannte Task Forces, benennen und berät die Mitglieder der Generalversammlung bei der Auswahl der Sektionsmitglieder. Das Tagesgeschäft erledigt ein Sekretariat, das seinen Sitz in Den Haag, Niederlande, hat.
Weitere Informationen:
Informationen zu deutschen Gremienmitgliedern von LIBER
National Authorities for Public Libraries in Europe (NAPLE Forum)
NAPLE wurde am 4. Oktober 2002 gegründet. Es ist eine internationale, nicht staatliche Vereinigung, die die Interessen der nationalen Steuerungsgremien der Öffentlichen Bibliotheken vertritt.
Zu den Zielen von NAPLE zählt vor allem der Austausch über die politischen Grundsätze und den Status Quo der Öffentlichen Bibliotheken und die Entwicklung einer gemeinsamen Bibliothekspolitik für Europa.
Weitere Informationen:
Informationen zu deutschen Mitgliedern von NAPLE
American Library Association (ALA)
Die ALA wurde 1876 in Philadelphia (USA) gegründet und ist einer der ältesten Verbände der Welt, der auch international die Entwicklungen im Bibliotheksbereich stark beeinflusst.
Die American Library Association hat seit ihrer Gründung den Weg der Bibliotheken maßgeblich geprägt. Ziel des Verbandes sind die Entwicklung der bibliothekarischen Dienstleistungen und die Aufwertung des Berufsstandes durch Lobbyarbeit, professionelle Aus- und Weiterbildung, durch Herausgebertätigkeit und die Vergabe etlicher Preise und das Werben für die Anliegen der Bibliotheken in der Öffentlichkeit.
Ungefähr 93% der ca. 64.000 Mitglieder sind persönliche Mitglieder, in der Mehrzahl Bibliothekare, aber auch Verleger und andere Unterstützer von Bibliotheken. Dazu kommen außerdem Öffentliche, wissenschaftliche, Spezial- und Nationalbibliotheken als institutionelle Mitglieder.
Die Mitglieder der ALA sind in 11 Sektionen aktiv, außerdem gehören 56 unabhängige Bibliotheksvereine zum Verband. 22 unabhängige nationale und internationale Organisationen sind der ALA angegliedert. Außerdem kooperiert die ALA mit mehr als 75 weiteren Organisationen.
Die Zentrale der ALA befindet sich in Chicago. Gelenkt wird der Verband von einem Council. Ein Executive Board, bestehend aus acht gewählten Delegierten und acht Mitgliedern des Councils, ist für das Management der ALA verantwortlich. Der Verband beschäftigt 350 Mitarbeiter und wird von einem Geschäftsführer verwaltet.
Weitere Informationen:
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http://www.ala.org/ala/alonline/aldirect/aldirect.cfm
