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Die Öffentlichen Bibliotheken der 12 Berliner Bezirke und die Zentral- und Landesbibliothek werden bis zum Herbst 2013 in allen rund 75 Standorten - von den großen Häusern der ZLB mit ihren auch wissenschaftlichen und umfangreichen Magazin-Beständen bis zu den Fahrbibliotheken - die Selbstverbuchung und Mediensicherung mit RFID einführen. Das Projekt zur Einführung von RFID trägt den Namen "TENIVER - Technologische Innovation in der Informationsversorgung".

Die Koordination der verschiedenen Bibliotheken und ihrer lokalen Besonderheiten und die kurze Laufzeit des Projekts sind dabei besondere Herausforderungen. Mit dem VÖBB (Verbund der Öffentlichen Bibliotheken Berlins) haben die Berliner Bibliotheken bereits vor mehr als 10 Jahren eine Struktur bekommen, die auch solche großen gemeinsamen Projekte möglich macht.

Es wird angestrebt, mit RFID die Zahl der aktiven Bibliotheksnutzer_innen in Berlin von 410.000 im Jahr 2009 auf eine halbe Million zu steigern. Von den dann erwarteten 25 Mio. Entleihungen sollen mehr als 90 Prozent von den Nutzer_innen selbst abgedeckt werden.

Die durch diese Selbstverbuchung der Medien frei gewordenen Personalressourcen sollen z.B. in mehr und intensivere Beratung, Leseförderung und Zielgruppenarbeit für Migrant_innen, Senior_innen oder Jugendliche investiert werden.
Außerdem soll, wo immer dies möglich und sinnvoll ist, durch die Installation von auch von außen zugänglichen Rückgabeautomaten die Zeiten zumindest für die Rückgabe von Medien deutlich ausgeweitet werden.

RFID ist eine sich rasch weiter entwickelnde Technologie. Deshalb besteht die Erwartung, dass in den Jahren nach der Einführung weitere Arbeitserleichterungen eintreten werden: Wenn Verlage und Lieferanten die Medien bereits mit RFID-Transpondern ausstatten, können die Bibliotheken sie mit weniger Aufwand in ihre Bestände einpflegen. Wenn die Lesbarkeit der Tags weiter erhöht wird, wird die Revision des Medienbestands und das Auffinden verstellter Medien schneller vonstatten gehen können.

Das Projekt wird aber auch selbst in innovativen Bereichen tätig werden. Beispielsweise werden gemeinsam mit dem RFID-Projekt der Bibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin (Profiles HU) und der Technischen Fachhochschule Wildau Standards für die Funktionalität von Sicherungsgates, Verbuchungsstationen, Handhelds und Rücknahmesystemen erarbeiten.

Finanziert wird die Einführung von RFID aus Mitteln der Europäischen Union über den Fonds für regionale Entwicklung EFRE, aus Mitteln des Landes Berlin und der Bezirke sowie durch Personal- und Mitteleinsatz der Bibliotheken selbst.

Dr. Rainer Sprengel, Februar 2007: Zur Einsatzmöglichkeit von RFID in den Öffentlichen Bibliotheken Berlins. Technik, Wirtschaftlichkeit, Finanzierung, Personalentwicklung, Organisationsentwicklung, Kundenbeziehung, Datenschutz (pdf-Datei)

Anhang zum Gutachten: Wirtschaftlichkeitsberechnung (pdf-Datei)

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Kontakt

Projektleitung:

May-Britt Grobleben

VÖBB-Servicezentrum
Breite Straße 30-31
eMail: grobleben@zlb.de

Stellvertretung:

Claudia Lamprecht
eMail: lamprecht@zlb.de

Das Projekt TENIVER wird durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.