KNB- Kompetenznetzwerk für Bibliotheken

10.06.08

Übergabe der ersten Zertifikate im Qualitätsmanagementverfahren der AKMB

Wie können Kunst- und Museumsbibliotheken deutlich machen, dass sie mehr bieten können, als die scheinbar allumfassenden Information des Internets mit seinen Suchmaschinen? Sind sie darauf vorbereitet, ihre Arbeit und ihre Leistungen der Öffentlichkeit und auch ihrer jeweiligen Trägerinstitution überzeugend zu präsentieren?

Übergabe der ersten Zertifikate auf dem Bibliothekartag in Mannheim.

Übergabe der ersten Zertifikate auf dem Bibliothekartag in Mannheim. Von links: Margret Schild (AKMB-Vorstand), Kathrin Mayer (Institut moderne Kunst Nürnberg), Martin Zangl (Fachgruppe Standards), Dr. Simone Moser (Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien), Prof. Dr. Konrad Umlauf (HU Berlin). Foto: S. Benzner, Aachen.

Die Arbeitsgemeinschaft der Kunst- und Museumsbibliotheken AKMB (http://www.akmb.de) und das Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin (http://www.ibi.hu-berlin.de) haben eine Kooperation mit dem Zweck der Zertifizierung von Kunst- und Museumsbibliotheken begonnen.

Auf dem Bibliothekartag in Mannheim wurden am Dienstag, dem 03.06.2008 um 9:00 Uhr die ersten beiden erreichten Zertifikate von Herrn Prof. Dr. Umlauf überreicht. Zertifiziert wurden die Bibliotheken des Instituts für Moderne Kunst Nürnberg und des Museums für Moderne Kunst Stiftung Ludwig Wien.

Die AKMB als Vertreterin der überwiegend kleineren Kunst- und Museumsbibliotheken hat ein Qualitätsmanagementverfahren entwickelt, um den Trägerinstitutionen nachvollziehbare Daten über den Einsatz ihrer Ressourcen liefern zu können, die Bibliothek als unerlässliche Ressource für Forschung, Lehre und Studium zu beschreiben und sie als kompetenten Dienstleister darzustellen.

Dazu wurden in mehreren Workshops mit repräsentativer Beteiligung Standards formuliert. Gemäß den Grundanforderungen für eine Zertifizierung nach internationalen Normen (DIN EN ISO 9001) wird die Anwendung der gültigen Standards in Bibliotheken überprüft. Das geschieht durch ein Auditverfahren, das auf freiwilliger Basis von einer Bibliothek beantragt werden kann. Zwei ausgebildete Auditoren prüfen vor Ort die Anwendung der Standards, vergeben Punkte und erstellen einen Auditbericht. Auf der Basis dieses Berichts zertifiziert das Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität als unabhängige, wissenschaftliche Institution die auditierte Bibliothek für die Dauer von drei Jahren.

Bereits die Auseinandersetzung mit Standards, deren Anwendung und ein Auditverfahren - erfolgreich oder nicht - machen Qualitätsmanagement aus. Dies kann auch bei fachfremden Evaluationen nicht übergangen werden. Ein Zertifikat dokumentiert den Leistungsstand einer Bibliothek öffentlichkeitswirksam. Davon profitiert auch eine Trägerinstitution und kann sich mit ihrer zertifizierten Bibliothek profilieren.

Kontakt:

AKMB, www.akmb.de
Michaela Probst,
c/o Deutsche Nationalbibliothek, Sacherschließung / Fachreferat Kunst, Sprache und Literatur
m.probst@d-nb.de

oder

Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin,
www.ibi.hu-berlin.de,
Prof. Dr. Konrad Umlauf
konrad.umlauf@rz.hu-berlin.de

 

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