KNB- Kompetenznetzwerk für Bibliotheken

Innen- und Außenansichten von Bibliotheken

Integrationskonzepte

Der Nationale Integrationsplan

Nationaler Integrationsplan der Bundesregierung

Nationaler Integrationsplan der Bundesregierung

Eine Chance für die interkulturelle Bibliotheksarbeit

Der "Nationale Integrationsplan" wurde nach einjähriger Beratung am 12. Juli 2007 von Bundeskanzlerin Angela Merkel im Rahmen des 2. Integrationsgipfels vorgestellt und von allen Beteiligten angenommen. Er formuliert klare Ziele und Analysen sowie über 400 konkrete Maßnahmen und Selbstverpflichtungen der staatlichen und nichtstaatlichen Akteure.

Damit haben sich die Repräsentanten aller staatlichen Ebenen, der wichtigsten nichtstaatlichen Organisationen sowie der Migrantinnen und Migranten erstmals gemeinsam verständigt, geeignete Schritte für eine bessere Integration zu ergreifen, sie aufeinander abzustimmen und umzusetzen.

Öffentlichen Bibliotheken kann es mit Hilfe des "Nationalen Integrationsplans" gelingen, sich als qualifizierte (Bildungs-)Partner im Integrationsprozess zu positionieren und zu etablieren. Er ist insbesondere dann von großem Nutzen, wenn auf Landes- oder kommunaler Ebene noch keine bindenden Integrationskonzepte verabschiedet worden sind.

Für die bibliothekarische Arbeit sind folgende Teilaspekte des Papiers besonders empfehlenswert:

  • Politische Legitimation bei der Durchsetzung von bibliotheksspezifischen Programmen
  • Anregung zu Praxisangeboten in den Segmenten »Integration vor Ort«, Bildung, Sprachförderung und Ausbildung
  • Informationen zu potentiellen Kooperationspartnern bzw. Dachverbänden
  • Informationen zu Fördermitteln bzw –instrumenten für die Projektmittelakquise
  • Vorgabe von Standards für Integrationsprojekte

Öffentliche Bibliotheken sollten deshalb den "Nationalen Integrationsplan" als Planungsgrundlage der eigenen interkulturellen Bibliothekskonzepte verstehen und für die Durchsetzung ihrer Ideen einsetzen.

Erster Fortschrittsbericht zum Nationalen Integrationsplan

Mittlerweile ist der 1. Fortschrittsbericht der Bundesregierung zum Nationalen Integrationsplan erschienen, Stand: Oktober 2008.
http://www.bundesregierung.de/Co...

Links


Kommunale Integrationskonzepte

Deutscher Städtetag

Mit seiner Broschüre Integration von Zuwanderern. Erfahrungen und Anregungen aus der Praxis in den Städten will der Deutsche Städtetag an die Selbstverpflichtungen im Nationalen Integrationsplan anknüpfen und anhand vieler guter Beispiele aus der täglichen Integrationsarbeit vor Ort und daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen darstellen, was in den Städten bereits seit vielen Jahren geleistet wird, um den Prozess der Integration erfolgreich voran zu bringen.

Kommunale Integrationskonzepte

Unter den Mitgliedern des Städtetags haben sich bislang (Stand September 2008) vor allem die Großstädte und unter diesen vor allem die großen Großstädte an die Aufgabe gemacht, kommunale Integrationskonzepte zu erarbeiten, zu verabschieden und zu veröffentlichen.

Unter den fünfzehn größten deutschen Städten trifft dies mit Berlin, Hamburg, München, Stuttgart, Düsseldorf, Bremen, Hannover, Leipzig, Dresden, Nürnberg (zwei weitere i.Vb.) allein auf zehn zu. Einen Überblick bietet Demographiekonkret.

Die Öffentlichen Bibliotheken spielen in den derzeitigen Konzepten bislang noch keine herausragende Rolle; aber immerhin wird mehrfach auf ihre interkulturellen Leistungen aufmerksam gemacht (Bochum, Leipzig, Nürnberg, Stuttgart). Im Fall des Berliner Konzepts werden erste Aufgabenstellungen und Indikatoren angeführt (S. 16, S. 105).

Interkulturelle Personalentwicklung / Diversity management

"Interkulturelle Öffnung und Teilhabe", interkulturelle oder Diversity-Kompetenz werden in vielen Kommunen diskutiert. Bibliotheken stehen (noch) nicht im Fokus der Überlegungen, als kommunale Einrichtungen sind sie jedoch ebenfalls betroffen.

Projekt „Interkulturelle Personalentwicklung in der Verwaltung- Anforderungsprofile“ (Berliner Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales, Januar 2009)
Zentrale Zielstellung des Projektes zur interkulturellen Personalentwicklung in der Verwaltung war es, im Rahmen einer bundesweiten Erhebung festzustellen, wie ausgewählte Verwaltungen und Wirtschaftsunternehmen Interkulturelle -bzw. Diversity- Kompetenz in ihren Anforderungsprofilen für die Personalauswahl und Personalentwicklung definiert und implementiert haben und wie sie diese überprüfen. In der Expertise werden unterschiedliche Wege und Formen der Implementierungen und der Überprüfung von interkultureller Kompetenz beschrieben.
http://www.berlin.de/imperia/md/...

Aus Nürnberg
http://www.nuernberg.de/imperia/...


Auflistung kommunaler Integrationskonzepte: Städte A-Z

 

 


Letzte Änderung: 24.03.2010
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(Redaktion: ao)