KNB- Kompetenznetzwerk für Bibliotheken |
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BestandsmanagementGrundlage der Bestandspolitik ist die Formulierung individueller Zielkriterien, nach denen der Bestandsaufbau erfolgen soll. In wissenschaftlichen Bibliotheken erfolgt dies mit Hilfe von Erwerbungsprofilen und in öffentlichen Bibliotheken wird das Bestandskonzept verwendet. Grundlage zur Erstellung solcher Konzepte und Profile sind Bestands- und Nutzungsanalysen. Im Sinne des strategischen Marketing dient das Profil der Bibliothek der Zielorientierung im Bestandsmanagement, ähnlich wie das Leitbild die gesamte Organisation steuert. Zusätzlich beinhaltet die Bestandspolitik Kriterien zur Auswahl von Lieferanten, zum effektiven Einsatz von Erwerbungsmitteln und zum Einsatz des Personals. Dazu kann u.a. das Outsourcing, also die Auslagerung bestimmter Dienstleistungen an Fremdfirmen, gehören.
InhaltsübersichtVon analog zu digitalDas vielfach befürchtete Ende der Gutenberg-Galaxis, der Bücherwelt, scheint angesichts stets steigender Zahlen von Neuerscheinungen auf dem Verlagsmarkt nicht einzutreten. Dennoch ist es eine unbestrittene Tatsache, dass ein großer Anteil wichtiger Informationen und Medien nur noch digital vorliegt. Elektronische Publikationen, digitale Medien und Multimedia prägen den Alltag von Lernenden und Wissenschaftlern.
In der Bibliothekspraxis bedeutet dies, dass neben dem klassischen Buchbestand zunehmend die anderen Erscheinungsformen von Medien und Informationen bereitgestellt werden müssen. Spricht man schon lange von Zielwerten, wonach ca. 20% des Bestandes sog. AV-Medien sein sollten, so kommen jetzt zusätzlich sog. "unkörperliche Medien" aus dem Internet hinzu. In diesem Zusammenhang wird häufig von der hybriden Bibliothek gesprochen, die entsprechend den Nutzererwartungen mehr als nur Bücher bietet.
Freier Zugang zu Information und WissenGerade im Zusammenhang mit elektronischen Publikationen im Netz ergibt sich eine Vielzahl von Handlungsbereichen des Bibliotheksmanagements. Diese reichen von Fragen eher wirtschaftlicher Art wie der Diskussion um "Open Access" bis zur aktuellen Debatte um das Urheberrecht für digitale, wissenschaftliche Publikationen. Oft ergeben sich auch neuere informationsethische Fragen, die die technischen Benutzungs- und Verbreitungsrechte elektronischer Dokumente betreffen: Wie weit kann man technische Installationen einsetzen, die z.B. das Kopieren verhindern oder Dokumente nach einer gewissen Zeit unbrauchbar machen.
Jugendschutz und DatenschutzWesentlicher Aspekt des Bestandsmanagements ist die Frage der Zugänglichkeit bestimmter Medien und Informationen für ausgewählte Benutzergruppen: Dürfen alle alles ausgehändigt bekommen? Gibt es Begrenzungen für bestimmte Medien oder bestimmte Benutzer? Besonders im Zeitalter der breiten Internetverwendung ist dies ein Problem in Bibliotheken, das mehr oder weniger erfolgreich durch die richtige Software gelöst werden kann.
Umgekehrt entsteht aber auch immer wieder die Frage, was mit den vielfältig vorhandenen Nutzerdaten gemacht wird. Auch hier sind Schutzvorkehrungen zu treffen, damit kein Mißbrauch mit den Daten und Informationen des Bibliothekssystems getrieben werden kann.
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Best PracticesElektronisches Publizieren in der Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen Letzte Änderung: 15.07.2009
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RedaktionDie Texte wurden im Wintersemester 2006/07 von einem Seminar an der FH Potsdam unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Hobohm erarbeitet.
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