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bibliotheca Germany GmbH | 16.5.2011

Einzigartige RFID-Komplettlösung in Hamm

Die neue Zentralbibliothek im Heinrich-von-Kleist-Forum gilt dank einem maßgeschneiderten RFID-System gekoppelt mit einer internen Logistiklösung als modernste Deutschlands. Mit politischer Prominenz und 15.000 Besuchern wurde das neue Kultur- und Bildungszentrum 2010 feierlich eröffnet. Der gigantische Neubau vereint die Zentralbibliothek, die Volkshochschule und die SRH-Fachhochschule unter einem Dach.

"Das attraktive Eingangstor zur Innenstadt holt Bildung und Kultur, holt die Wissensgesellschaft ins Zentrum der Stadt", so Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers bei der Eröffnungszeremonie. Zugleich ist die moderne Architektur ein Meilenstein für Hamm, das in diesem Jahr Teil der Kulturhauptstadt Ruhr 2010 ist. Das BiblioChip-RFID-System mit vier Selbstverbuchern, drei internen BiblioReturns und einer externen Buchrückgabe, übernimmt auf fortschrittliche Weise die Verbuchung und Sicherung der rund 180.000 Medien.

Außergewöhnlich ist die Kombination der Rückgabe- und Sortieranlage mit einem spezifischen, etagenübergreifenden Fördersystem. Bibliothecas speziell entwickelte Softwarelösung stellt eine leistungsstarke Kommunikation beider Systeme sicher. Bis zu 1.500 Medien pro Stunde können von der Rückgabe im Erdgeschoss zur Sortieranlage im Untergeschoss befördert werden, um dann automatisch in Transportbehältern zu einem eigenen Aufzug und dem Zielstockwerk weitergeleitet zu werden.

„Wir haben hier eine Komplettlösung geschaffen, wie es noch keine zweite in der Bundesrepublik gibt,“ so Dr. Volker Pirsich. „Unser Haus ist stark vertikal ausgerichtet. Daher ist ein effizienter Medientransport über fünf Stockwerke erforderlich, der unabhängig von den Besucherwegen funktioniert. Und: Im Heinrich-von-Kleist-Forum haben wir erwartungsgemäß deutlich mehr Besucher und Ausleihen als in der bisherigen Zentralbibliothek. Allein die Neuanmeldungen der ersten Woche liegen bei ca. zehn Prozent des Jahresdurchschnitts. Eine Automatisierung der personal- und zeitintensiven Prozesse ist daher naheliegend.“

Jörg Feierabend, Projektleiter für Technologie in der neuen Zentralbibliothek, ergänzt: „ Das System, das unseren individuellen Erfordernissen angepasst wurde, ist hochkompliziert und zugleich für unsere Besucher einfach zu bedienen. Die Resonanz der Besucher ist nach wie vor sehr positiv: Schon am Eröffnungstag schritten die begeisterten Besucher mit prallvollen Büchertüten aus der Bibliothek.“

Die lichte Architektur trägt maßgeblich zu diesem Erfolg bei: Die Zentralbibliothek hat heute mit über 4.000 m² siebzig Prozent mehr Fläche zur Verfügung als bisher; allein der Freihandbereich ist um 150 Prozent geräumiger. Dies dient einer klaren und übersichtlichen Platzierung des Medienangebots und kommt den Benutzern zusätzlich zum Verweilen und Schmökern zu gute.