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Zeutschel GmbH | 14.12.2011

Software-Suite Goobi ZED erweitert

„Seit der Vorstellung letztes Jahr konnten wir mehrere Institute und Bibliotheken als Kunden gewinnen“, erklärt Horst Schmeissing, Vertriebsleiter DACH (Deutschland, Österreich und Schweiz) im Rahmen eines Presse-Gesprächs am Unternehmensstandort in Tübingen. Zudem stellt Zeutschel neue Module für die Software-Suite Goobi ZED vor. www.zeutschel.de

Egal, ob es in Digitalisierungsprojekten um die Datenerfassung, das Qualitätsmanagement, das Steuern von Verarbeitungsprozessen oder um die Verwaltung, Abwicklung und Verteilung von Scan-Aufträgen geht - im OSCAR-Portfolio finden Anwender leistungsfähige Software-Werkzeuge für unterschiedlichste Aufgabenstellungen.

Unter der Dachmarke OSCAR finden sich umfassende Lösungsangebote – von der Scan-Software OS 12 und dem OS QM Tool für ein produktives Qualitätsmanagement über den Campus-Lieferdienst HERMES DIGITAL bis hin zur Workflow-Software Goobi zur Steuerung und Verwaltung von Massendigitalisierungsprojekten.

Die Open Source-Lösung Goobi wurde von Zeutschel jetzt um neue, kostenpflichtige Module erweitert.

Anbindungen optimieren Workflow
Damit Goobi seine ganze Leistungsfähigkeit innerhalb seiner jeweiligen spezifischen Umgebung entfalten kann, bietet Zeutschel Services und Erweiterungen an. Neben Services wie Consulting, Installation/Hosting oder technischem Support zählt dazu auch die Entwicklung universeller oder kundenspezifischer Software-Erweiterungsmodule.

Mit Hilfe der Z39.50-Schnittstelle ermöglicht es Zeutschel, von Goobi aus bibliographische Informationen aus den unterschiedlichsten Katalogsystemen abzufragen. Das Software-Modul fungiert dabei als Schnittstelle zwischen Goobi und einem per Z39.50 erreichbaren Server. Es ist kompatibel zu den verfügbaren Community-Versionen und in zwei Varianten einsetzbar: Auf einem zentralen durch Zeutschel gehosteten Server oder installiert auf einem lokalen System.
Mit dem Omniscan Meets Goobi (OMG)-Modul hat Zeutschel jetzt eine komfortable Anbindung seiner Omniscan Erfassungssoftware an Goobi vorgestellt. Beim Scannen mit Omniscan erfasste Meta- und Strukturdaten können nach Goobi exportiert und automatisch übernommen werden.

Eine Tatsache, die nach Angaben von Frank-Ulrich Weber, Projektleiter Workflow-Solutions bei Zeutschel, neben der Erfassung von Struktur- und Metadaten, die Paginierung, sprich die spätere Seitenzuordnung zu Einband, Inhaltsverzeichnis, Kapitel, etc. erheblich erleichtert. "Seiten werden automatisiert den Strukturelementen zugeordnet, was die Bearbeitung durch den Bediener relevant verkürzt", so Frank-Ulrich Weber.
Mit dem Metadata OCR Merger (MOM) plant Zeutschel einen weiteren Schritt auf dem Weg zur durchgängig automatisierten Massendigitalisierung im Bibliotheksumfeld. Das bereits in der Entwicklung befindliche MOM-Modul soll OCR-Ergebnisse und Metadaten, die über die Goobi-Oberfläche erfasst wurden, intelligent zusammenführen.
Eine Schlüsselrolle wird dabei der TEI (Text Encoding Initiative)-Standard spielen. Dabei handelt es sich um ein Dokumentenformat zur Kodierung und zum Austausch von Texten. Es basiert auf XML und ist in einer Metasprache definiert, aus der formale Schemata wie DTD, XML Schema und RELAX NG Schema abgeleitet werden können.
"Es ist damit zu rechnen, dass kommende Versionen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) entwickelten DFG-Viewers zur Volltextunterstützung zukünftig den TEI-Standard nutzen werden. Das MOM-Modul unterstützt den Anwender, kompatible Dokumente zu erstellen", verspricht Frank-Ulrich Weber.
Von OSCAR überzeugt
Vertriebsleiter Horst Schmeissing bezeichnet die Resonanz auf die Vorstellung von OSCAR als sehr positiv. Eine Reihe von Bibliotheken, Archive und Institute setzen die Zeutschel Software-Lösungen bereits gewinnbringend ein.

So nutzt das Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg ‚HERMES DIGITAL’ für die verbundweite Kataloganreicherung, während die Bibliothek der evangelischen Landeskirche in Stuttgart mit der Software einen internen Lieferdienst für Zeitschriften-Artikel unterhält.

In seinem Vortrag erläutert Dr. Reinhard Laube, Leiter der Handschriftenabteilung an der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek in Hannover, kurz GWLB, wie Zeutschel zusammen mit seinem Partner, dem MSV-Systemhaus in Peine, wertvolle Hilfestellung im gesamten Digitalisierungsprozess leistet.
Das fängt beim Entwurf eines Projekt-Plans an, geht weiter mit der Durchführung von Digitalisierungsaufgaben in der Bibliothek und setzt sich mit Goobi-spezifischen Anpassungen fort. Letztere beinhalten die Einrichtung von Goobi Workflow-Templates, die Anbindung an den GWLB-Katalog sowie das Einrichten der Regelsätze und Kollektionen. Und schließlich verantwortet Zeutschel auch das Hosting des Gesamtsystems.
Ziel des Digitalisierungsprojekts ist es, die kulturellen und wissenschaftlichen „Schätze“ der Bibliothek kostenfrei im Internet zu präsentieren. Dazu gehören die Bestände der Königlichen Gartenbibliothek Herrenhausen, hier insbesondere einzigartige Herbarien (Sammlungen getrockneter und gepresster Pflanzen).