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Dienstag, 02. Februar 2016

Ende der Kooperation zum Zählpixelverfahren in der DBS

 

Die Kooperation zwischen der Hochschule der Medien Stuttgart und dem Hochschulbibliothekszentrum Nordrhein-Westfalen (hbz) zur Erhebung der virtuellen Besuche in der Deutschen Bibliotheksstatistik (DBS) wird im Einvernehmen beider Vertragspartner mit dem 31. März 2016 beendet.
Mit der Einstellung des BIX-Bibliotheksindex haben sich auch die Rahmenbedingungen dieser Kooperation im Jahr 2015 geändert, so dass eine Neubewertung von beiden Seiten erforderlich wurde. In den vergangenen Monaten haben beide Institutionen intensiv nach Wegen gesucht, die bestehende Kooperation neu auszurichten. Zum Bedauern beider Partner ist dies nicht gelungen.

Damit steht das Zählpixelverfahren im DBS-Berichtsjahr 2016 nicht mehr zur Verfügung und es erfolgt keine Datenerhebung der virtuellen Besuche nach dem bisherigen Verfahren. Das Berichtsjahr 2015 wird vertragsgemäß abgeschlossen; die Jahressummen werden wie bisher in die DBS übernommen. Die Vereinbarungen mit den teilnehmenden Bibliotheken werden mit Wirkung zum 31. März 2016 durch die Hochschule der Medien gekündigt. Anmeldungen zum Zählpixelverfahren für das Berichtsjahr 2016 sind nicht mehr möglich.
 
Mit dem DBS-Zählpixelverfahren hat die Hochschule der Medien Stuttgart ein unabhängiges und datenschutzrechtlich geprüftes Verfahren entwickelt und betrieben, mit dem erstmals die Nutzung der Online-Services von Bibliotheken über verschiedene Plattformen hinweg standardisiert gemessen werden konnte. In den fünf Jahren des Regelbetriebs haben rund 700 Bibliotheken aus dem In- und Ausland daran teilgenommen. Für das Berichtsjahr 2014 wurden Werte von 293 Öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken in die DBS übernommen, für 381 Öffentliche bzw. wissenschaftliche Bibliotheken war das Verfahren implementiert.

Zukünftig muss nach neuen Wegen gesucht werden, die Online-Nutzung von Bibliotheken in der Deutschen Bibliotheksstatistik abzubilden. Auf Initiative von hbz und dem Deutschen Bibliotheksverband (dbv) hat sich eine Expertengruppe mit Vertreterinnen und Vertretern aus Öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken sowie aus Forschungseinrichtungen konstituiert, die sich unter anderem dieser Frage im größeren Rahmen einer Leistungsmessung von Bibliotheken widmen wird. Die Expertengruppe wird im Kompetenznetzwerk für Bibliotheken (knb) koordiniert.

Quelle: DBS-Mailingliste