Studium (Bachelor-Abschluss)
Sie möchten ein bibliotheksspezifisches Studium absolvieren? (Zugangsvoraussetzung: Hochschul- oder Fachhochschulreife)
Eine Reihe von (Fach-)Hochschulen bietet grundständige Studiengänge an, die auf eine Tätigkeit in Bibliotheken und Informationseinrichtungen vorbereiten. (Grundständige Studiengänge erfordern keinen vorhergehenden anderweitigen Studienabschluss). Diese Studiengänge sind heute in der Regel stark informationswissenschaftlich ausgerichtet.
Ausbildung
Bis vor wenigen Jahren war der häufigste Abschluss das Diplom (Diplom-Bibliothekar/in). Im Zuge der Neuausrichtung der Studienabschlüsse im Rahmen des Bologna-Prozesses ist der Diplom-Abschluss an den deutschen Hochschulen mittlerweile von Bachelor- bzw. Master-Studiengängen ersetzt worden.
Diese Umstellung hat zu einer Diversifizierung der Studiengänge und ihrer Bezeichnung geführt. In der Regel umfasst der Bachelor-Studiengang 6-7 Semester, der darauf aufbauende Master-Studiengang weitere 3-4 Semester. Der Diplom-Abschluss wurde in der Regel nach 8 Semestern erreicht.
Bezahlung
Im Öffentlichen Dienst führt der Bachelor- (früher: Diplom-) Abschluss zu einer Laufbahn des gehobenen Dienstes. Mit dem Bachelor / Diplom-Abschluss können bis zu mittelgroße Bibliotheken bzw. Teams oder Gruppen geleitet werden. Nach dem TvöD sind Stellen des gehobenen Dienstes in der Regel in die Entgeltgruppe 8-10 eingruppiert (Diese Angabe dient nur der Orientierung).
Die Kultusministerkonferenz hat beschlossen, dass ab 2008 Masterabschlüsse - auch an Fachhochschulen - die Voraussetzung für fuer eine höhere Laufbahn im öffentlichen Dienst erfüllen. Daraus werden sich zukünftig Konsequenzen für die Einsatzmöglichkeiten, das Profil und die Aufgaben für Masterabsolventen der Bibliotheks- und Informationsstudiengänge ergeben, die auch den Zugang zum höheren (wissenschaftlichen) Bibliotheksdienst betreffen.
Tätigkeiten
- Datenbank BERUFEnet
Unabhängig von der Bezeichnung des akademischen Grads informiert die Datenbank BERUFEnet über die Tätigkeiten im Berufsfeld:
Diplom-Bibliothekar/in (heute vergleichbar: Bachelor)
http://infobub.arbeitsagentur.de/berufe/start?dest=profession&prof-id=15131
- Verbleibstudie FH Köln
Eine Studie aus dem Sommersemester 2007, durchgeführt von Studierenden an der Fachhochschule Köln unter Leitung von Frau Prof. Meinhardt, untersucht den Verbleib von Absolventen: in welchen Gebieten, mit welchem Einkommen, in welcher beruflichen Situation haben Absolventen und Absolventinnen sich auf dem Arbeitsmarkt behaupten können? Wie zufrieden sind sie damit?
Meinhardt, Heike: Wie (er)geht es unseren Absolventen? In: BuB 60 (2008) 3, S. 239-242
- Verbleibstudie Leipzig
Haase, Jana (2007): Chancen nach dem Studium?
Befragung von Absolventen des Studiengangs Bibliothekswesen/Bibliotheks- und Informationswissenschaft der HTWK Leipzig zur rückblickenden Bewertung des Studiums, zum Berufseinstieg und zur beruflichen Entwicklung. Diploma thesis, Fachbereich Medien, Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (FH).
http://eprints.rclis.org/archive/00012844/
Welche Hochschulen bieten ein bibliothekarisches Fachstudium an?
Aktuelle Information zu den Inhalten des Studiums, den angebotenen Studienabschlüssen und den Studiengängen ermitteln Sie am besten immer direkt auf den Webseiten der Hochschule. Eine Übersicht über die relevanten Hochschulen finden Sie in der Datenbank der Ausbildungsstätten, Praktikumsstellen und Studienmöglichkeiten (DAPS) des Berufsverbands Information Bibliothek (BIB):
http://marvin.bibliothek.uni-augsburg.de/cgi-bin/daps2.pl?instliste=hochschule
Eine Übersicht über alle in Deutschland angebotenen Grund- und Aufbaustudiengänge bietet aktuelle der Hochschulkompass der Hochschulrektorenkonferenz
http://www.hochschulkompass.de/
Literatur
Vonhof, Cornelia und Elisabeth Stierand: Bologna ist im Bibliotheks- und Informationssektor angekommen - Ein Überblick über die neuen Bachelor- und Master-Studiengänge. In:
Bibliothek. Forschung und Praxis 03/2008, S. 293-317
Redaktion und Kontakt
Redaktion Bibportal
in Kooperation mit:
Susanne Riedel, BIB
Cornelia Vonhof, BIB
Dr. Marion Grabka, VdB
Ursula Georgy, KIBA
