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Praxisbeispiele im In- und Ausland

Praxisbeispiele interkultureller Bibliotheksarbeit in Deutschland

Sie haben vor, interkulturelle Bibliotheksangebote in Ihrer Bibliothek zu etablieren?

Und wollen sich zunächst einen Überblick verschaffen oder sich schon konkrete Anregungen für Ihre Bibliothek holen und schauen, welche interkulturellen Bibliotheksangebote schon gemacht werden?

Beispiele gelungener Praxisarbeit und erprobte Tipps

Bibliothekseinführungen und Veranstaltungsarbeit  

Bibliotheksangebote für Flüchtlinge und Asylbewerber

Sprachförderung und Programmarbeit  für Kinder und Erwachsene z. B. mehrsprachiges Vorlesen, Sprachkurse für Erwachsene etc.

Programme wie Buchstart, Schultüten-Aktionen  

Veranstaltungsangebote (Autoren, Ausstellungen usw.) für die interkulturelle Bibliotheksarbeit

Praxisbeispiele International

INTI (EU-Projekt)

Im Rahmen des EU-Programms "INTI - Pilot Projects on Integration of Third Country Nationals“ fand von 2005 bis 2006 das Projekt „Libraries as Gateways to the Integration of Immigrants in the EU“ statt.

Das Projekt hatte zum Ziel, Faktoren für die bestmögliche Integration von Migranten/-innen auf lokaler Ebene in verschiedenen EU-Staaten im Bereich von Bibliotheken zu ermitteln, da Bibliotheken eine zentrale Rolle bei der erfolgreichen Integration von Migranten/-innen spielen. Zentrale Bestandteile waren zum einen der Austausch von Good-Practice aus verschiedenen bereits in diesem Feld erfahreneren EU-Staaten und zum anderen der transnationaler Transfer in EU-Staaten, die über nur wenige oder keine Erfahrung in diesem Bereich verfügen.

Unter der Federführung des Multicultural Center Prague nahmen neben der Association of Library and Information Professionals of the Czech Republic verschiedene Bibliotheken in der Tschechischen Republik teil; später kamen fünf Bibliotheken in Polen hinzu. Partner aus anderen EU-Staaten waren: Danish National Library Authority (DNLA), Stadtbücherei Frankfurt am Main, Gemeentebibliotheek Utrecht und die Villa Decius Association (Polen).

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie in den beiden Broschüren

ESME-Programm - Teilnahme von deutschen Bibliotheken

Die Stadtbücherei Frankfurt am Main war mit den Stadtteilbibliotheken Gallus und Sindlingen Partner im internationalen Projekt "Bibliotheken für Alle / Libraries for All.  European Strategy for Multicultural Education (ESME)".

Das Projekt (Laufzeit 2008 bis Sept. 2010) war Teil des Grundtvig-Programms für lebenslanges Lernen der Europäischen Union. Bibliotheken in vier Ländern Europas (Deutschland, Österreich, Schweden, Tschechische Republik) befassten sich mit interkulturellen Dienstleistungen, die sich vor allem um Integration und lebenslanges Lernen drehen.

Im Rahmen des Projekts hat die Stadtbücherei Frankfurt am Main insbesondere interkulturelle Bibliotheksdienstleistungen für Eltern entwickelt. Ein mehrsprachiger Bestand an Elternratgebern, spezielle Bibliothekseinführungen für Eltern, Elterninformationsgespräche über die Mediennutzung im Alltag sowie interkulturelle Vorleseaktionen unterstützen Eltern bei der Medienerziehung ihrer Kinder. Sie fördern außerdem die Sprachentwicklung von Kindern in der deutschen Sprache und in ausgewählten Herkunftssprachen. Überdies hat die Stadtbücherei ihre bereits früher entwickelten Dienstleistungen für Deutsch lernende Migrantinnen und Migranten im Rahmen des Projekts weiter ausgebaut.

Innovativer Kern des Projekts ist die Einbeziehung der Migrationsperspektive: Ein interkultureller Beirat hat die Frankfurter Projektbibliotheken, die Stadtteilbibliotheken Gallus und Sindlingen, bei der Bedarfsermittlung, der Gestaltung ihrer Angebote und der Kontaktaufnahme mit künftigen Partnerinstitutionen beraten. Er besteht aus sechs nichtbibliothekarischen ehrenamtlich arbeitenden Mitgliedern und den beiden Zweigbibliotheksleitungen. Vier der Beiratsmitglieder besitzen selbst Migrationserfahrung. Die Zusammenarbeit mit dem Beirat gehört aus bibliothekarischer Sicht zu den interessantesten und fruchtbarsten Erfahrungen der Projektarbeit.

Ein Handbuch hält die Erfahrungen der Projektbibliotheken fest. Eine Kurzfassung (Leitlinien) enthält eine Checkliste, die die Übertragung dieser Erfahrungen auf andere europäische Bibliotheken ermöglichen soll. Beide Publikationen sind in allen Projekt-Sprachen auf der Homepage des Projekts www.librariesforall.eu zu finden. Darüber hinaus stehen dort weitere Informationen, z. B. über das Frankfurter Teilprojekt, so der regionale Bericht mit einer ausführlichen Evaluierung der entwickelten Dienstleistungen oder die Konzepte der Aktionskisten interkulturelle Leseförderung als Anregung.

Libraries and Social Inclusion: The Public Library of Nottingham

Libraries and Social Inclusion: The Public Library of Nottingham.
Vortrag und Hintergrundinformationen von Roger Parish, Nottingham City Library and Information Services Sneinton Library, Nottingham, auf dem 100. Bibliothekartag, Berlin, 2011

Social Inclusion and Nottingham City Libraries (ppt-Datei)

Social Inclusion Team Report

Bullet-points about Nottingham

Key facts about Nottingham City Council Libraries

Webportale im Ausland

Auf der Suche nach Anregungen für interkulturelle Dienste lohnt der Blick ins Ausland. Denn Bibliotheken zum Beispiel in Skandinavien, Nordamerika oder Australien engagieren sich verstärkt auch in Bereichen, wo Bibliotheken hierzulande lange eher zurückhaltend waren.

In zahlreichen Ländern gibt es Webportale, die sich speziell an Einwanderer wenden, um den Start im neuen Land zu erleichtern und die Informationen über Öffentliche Bibliotheken und ihre Angebote enthalten:

Lesetipp

Larsen, Jens Ingemann u.a. (2004): Kulturelle Vielfalt. Konzepte und Erfolgsfaktoren multikultureller Bibliotheksarbeit. Gütersloh: Bertelsmann Stiftung. PDF.

Diese Studie bietet einen detaillierten Überblick über erfolgreiche Programme und Trends weltweit.

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