Suche auf bibliotheksportal.de
Die RSS-Feeds des Bibliotheksportals
 

Deutsche Digitale Bibliothek (DDB)

Kultur und Wissen für jedermann - jederzeit - an jedem Ort. In dieser Absicht wurde infolge der Initiative "i2010" die europäische digitale Bibliothek Europeana entwickelt und Ende des Jahres 2008 in einer Beta-Version freigeschaltet.

Unterdessen hatten viele Mitgliedstaaten der Europäischen Union angefangen, die Bestände ihrer Archive, Museen, Bibliotheken und anderer Kultureinrichtungen zu digitalisieren. In Deutschland entstand die Idee der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB).  

Als Teil der europäischen digitalen Bibliothek ist sie als öffentliche Plattform konzipiert, die allen Interessierten den Zugang zum gemeinsamen kulturellen Erbe und zu wissenschaftlichen Informationen ermöglichen soll.

Ein wichtiges Ziel ist es, das digital verfügbare Angebot aller bedeutenden kulturellen und wissenschaftlichen Einrichtungen miteinander zu verknüpfen und verfügbar zu machen. Zu diesem Zweck sollen die Datenbanken von über 30.000 Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen in Deutschland in der DDB vereint werden. Außerdem soll eine wissenschaftliche Expertenplattform eingerichtet werden, die die Möglichkeit des Austauschs von Informationen aus Forschung und Wirtschaft bietet.

Dabei ist die Implementierung modernster Recherchemöglichkeiten vorgesehen, die virtuelle Museumsbesuche ebenso erlauben, wie die multimediale Darstellung wissenschaftlicher Ergebnisse.

Durch die Verknüpfung mit geeigneten kommerziellen Angeboten können sich nicht nur völlig neue Nutzungsmöglichkeiten, sondern auch positive Effekte für die Wirtschaft ergeben. So ist die Verbindung der DDB mit der Online-Plattform für lieferbare Bücher "libreka.de" vorgesehen, die unter der Regie des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels entwickelt wurde und im Jahr 2007 startete.

Entwicklung der DDB - gemeinsame Schritte von Bund, Ländern und Kommunen

Eine wichtige Rolle bei der Planung der Deutschen Digitalen Bibliothek spielte die ad-hoc-Arbeitsgruppe "Digitalisierung von Kulturgut". Bestehend aus Vertretern des Kulturausschusses der Kultusministerkonferenz (KMK), des Bundes und der Kommunen, hatte sie den Auftrag, die finanziellen, rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen einschließlich der Verwertungsfragen für den deutschen Beitrag zur Europeana zu klären.

Am 2. Dezember 2009 einigten sich Bund und Länder auf die Errichtung der Deutschen Digitalen Bibliothek.

Die Regeln über den Aufbau, die Trägerschaft und den Betrieb der DDB sind im Verwaltungs- und Finanzierungsabkommen zwischen Bund und Ländern festgelegt.

Mit der Erstellung einer Anforderungsanalyse sowie der technischen Konzeption, Planung und dem Projektmanagement für den Aufbau der zentralen Infrastruktur der DDB wurde das Fraunhofer-Institut für intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS) beauftragt.

Die Gründung eines "Kompetenznetzwerks DDB" , das in diesem Abkommen vorgesehen wurde, hat im Dezember 2011 seine Arbeit aufgenommen und setzt sich aus renommierten Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen aus Bund, Ländern und Kommunen zusammen. Es hat die Arbeitsgruppe abgelöst, die unter Federführung der Deutschen Nationalbibliothek die notwendigen Maßnahmen zur Realisierung der DDB vorbereitet hatte.

Im Dezember 2011 hat eine Grundversion der Deutschen Digitalen Bibliothek mit über sechs Millionen Digitalisaten den internen Pilotbetrieb aufgenommen. Am 28. November 2012 konnte das Portal in der Beta-Version online gehen. Seit 31. März 2014 ist die erste Vollversion im Netz.

Das Geld für den Aufbau der DDB stammt aus Mitteln des Konjunkturpakets II der Bundesregierung. Für den laufenden Betrieb der DDB werden Bund und Länder ab 2011 zusammen 2,6 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung stellen.

Weiterführende Informationen und Literatur

Digitalisierung auf dem Bibliotheksportal 

Nach oben