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Medienangebote in Bibliotheken

Die Bereitstellung eines umfangreichen Medienangebots ist Kernaufgabe jeder wissenschaftlichen und öffentlichen Bibliothek.

Gedruckte und elektronische Bücher und Zeitschriften, Noten, Handschriften und Nachlässe, Datenbanken sowie vielfältige Nicht-Buch-Medien wie z.B. Mikrofilme, CDs oder DVDs kennzeichnen die Angebote von Bibliotheken.

In der Regel erwerben Bibliotheken autonom; folgende Faktoren spielen jedoch bei Aufbau und Pflege des Medienangebots eine entscheidende Rolle:

  • der aktuelle Bedarf der Nutzer (die Nachfrage)
  • die Aufgabenstellung der Bibliothek (Universitäts-, Regional-, Spezial- oder Öffentliche Bibliothek)
  • ein örtlicher, regionaler oder überregionaler Sammelauftrag
  • die Tradition der Bibliothek, bzw. dort vorhandene Schwerpunkte
  • die Größe der Bibliothek
  • das Angebot des Publikationsmarktes
  • die seitens des Unterhaltsträgers zur Verfügung stehenden Mittel.

Um einen ausgewogenen Bestandsaufbau gewährleisten zu können, der all diesen Ansprüchen gerecht wird, fixieren Bibliotheken ihre Erwerbungsrichtlinien in  Erwerbungsprofilen, denen oft auch Etatverteilungsmodelle zugrunde liegen. Nutzungsstatistiken und Ausleihprofile geben Auskunft, ob der Bestand dem tatsächlichen Bedarf gerecht wird.

Erwerbungswiki

Alles Wissenswerte über den Aufbau und die Bereitstellung von Medienangeboten an Bibliotheken hat die dbv-Kommission Erwerbung und Bestandsentwicklung in einem Wiki zusammengeführt.

E-Book-Standards

Eine besondere Herausforderung für den Bestandsaubau in Bibliotheken stellen gerade in jüngerer Zeit die elektronischen Bücher dar. Die AG "E-Books im Bibliotheksverbund Bayern" hat in einem Wiki Qualitätsanforderungen an E-Books aus bibliothekarischer Sicht zusammengeführt. Im Wiki finden sich Hinweise zur formalen und inhaltlichen Erschließung von E-Books, zu Anforderungen an Formate und Recherchemöglichkeiten sowie zum Für und Wider unterschiedlicher Geschäftsmodelle.

Nationallizenzen

Mit dem System der überregionalen Informationsversorgung fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bereits seit 1949 die Bereitstellung eines umfassenden Angebots hochspezialisierter Literaturbestände und digitaler Informationsquellen für die wissenschaftliche Forschung in Deutschland. Dieses System wird arbeitsteilig von einer Reihe wissenschaftlicher Universalbibliotheken sowie ausgewählten Spezialbibliotheken getragen.

In der Tradition dieses Sondersammelgebietsprogramms ermöglicht die DFG seit einigen Jahren die Erwerbung und Lizenzierung von Nationallizenzen für digitale Publikationen wie Textsammlungen, Zeitschriftenarchive und Datenbanken. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erhalten so bundesweit den sofortigen digitalen Zugang zu diesen Publikationen.

"Nationallizenzen für elektronische Medien" (Dagmar Giersberg)

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