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Journalistische Darstellungsformen

Je nachdem, worin die Absicht einer Veröffentlichung besteht und in Abhängigkeit von Form und Inhalt einer Aussage eignen sich unterschiedliche journalistische Darstellungsformen. Objektive Darstellungsformen geben Ereignisse oder Sachverhalte sachlich, neutral und informierend wieder. Subjektive Darstellungsformen lassen die Ansichten des Autors mit einfließen, sie sind meinungsäußernd. [1]

Die folgenden und weitere journalistische Darstellungsformen können bei „Zeit Online“ nachgelesen werden (PDF-Datei).

Objektive Darstellungsformen

Nachricht:
  • sachlich, wertfrei, zuverlässig,
  • kurz,
  • aktuelle Informationen, Neuigkeitswert,
  • Beantwortung der W-Fragen (Wer?, Was?, Wann?, Wo?, Wie?),
  • das Wichtigste steht am Anfang,
  • eine Schlagzeile kann das Wesentliche noch einmal komprimieren,
  •  aktuelle Nachrichten finden sich häufig in Tageszeitungen und im Internet.
Feature:
  • Mischform aus verschiedenen Darstellungsformen,
  • Darstellung vom Einzelfall zum Allgemeinen,
  • bildlich,
  • verschiedene Stilelemente,
  • unterhaltend,
  • mit Pointe.
Reportage:
  • Augenzeugen-/Erlebnisbericht inkl. Gefühlsäußerungen,
  • lebendig, Perspektiven- und Tempuswechsel,
  • atmosphärisch,
  • inkl. Fotos.
Interview:
  • Wiedergabe einer Befragung,
  • meist mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Kultur oder Gesellschaft,
  • abwechslungsreich, Gespräch,
  • der Interviewpartner sollte das Interview vor Veröffentlichung autorisieren.

Subjektive Darstellungsformen

Leitartikel:
  • Meinungsartikel,
  • aufgearbeitetes aktuelles Thema,
  • Tendenzwiedergabe eines Blattes,
  •  meinungsbildend, Kommentarform.
Essay:
  • hoher sprachlicher Anspruch,
  • mischt Journalismus und Literatur,
  • persönliche Auseinandersetzung mit einem Thema.
Glosse:
  • kurzer Meinungsartikel,
  • persönliche, polemische, ironisch-spöttische Aufbereitung eines (aktuellen) Themas,
  • satirisch,
  • überzeichneter Kommentar,
  • regelmäßige Veröffentlichung an gleichbleibender Stelle: Kolumne.
Kolumne:
  • regelmäßig erscheinender, kommentierender Kurzartikel, der sich mit aktuellen Ereignissen auseinandersetzt und in der Regel mit einem feststehenden Titel überschrieben ist.
Rezension/Kritik:
  • kritische Wertung einer künstlerischen Leistung (z.B. Buchbesprechung) aus Sicht des Autors,
  • Anregung zur Meinungsbildung.
Kommentar:
  • persönliche Stellungnahme/Erläuterung eines Themas,
  • Anregung zur Meinungsbildung.

Fußnoten

[1] teilweise entnommen aus Mediakontakt Laumer k.A.

 

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Text

Milena Franck
in Kooperation mit Prof. Frauke Schade (HAW Hamburg)