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Social Bookmarking und Tagging - Flickr, Youtube, Delicious & Co

Das gemeinschaftliche Erschließen, Zur-Verfügung-Stellen und Verwalten von verschiedenen Webinhalten – Bookmarks, Bildern, Filmen, nimmt im Web 2.0 einen großen Raum ein. Zu den bekanntesten Diensten dieser Art gehören das Online-Fotoportal flickr und der Videodienst Youtube. Registrierte Nutzer können eigene Fotos bzw. Videos hochladen, diese mit Hilfe von "Tags" beschreiben und für andere Nutzer verfügbar machen, die selbst wiederum weitere Tags oder auch Bewertungen vergeben können.

Tagging und Social Bookmarking

Tagging

Tags sind Schlagwörter, die ein Nutzer in verschiedenen Web2.0-Anwendungen verschiedensten Objekten wie Texten, Bildern, Video- und Audio-Dateien oder auch Webseiten zuordnen kann. Das Tagging bezeichnet dabei die individuelle und - im bibliothekarischen Sinn - regellose Schlagwortvergabe: Die Vergabe der Tags erfolgt nicht automatisch oder mit Hilfe eines kontrollierten Vokabulars (z. B. Klassifikation oder Schlagwortkatalog), sondern individuell und frei.

Tagging durch Nutzer ist damit einerseits viel breiter und vielfältiger, als es das Erschließen mithilfe eines kontrollierten Vokabulars durch Bibliothekare sein kann, auf der anderen Seite aber mit Sicherheit auch "ungeordneter" und unsystematischer - dafür näher am Sprachgebrauch der Communities. Dass es mittlerweile möglich ist, beides – sowohl die bibliothekarische Sacherschließung wie auch das freie Tagging miteinander zu kombinieren, zeigen verschiedene Projekte in Bibliotheken, die herkömmliche Bibliotheks-Kataloge mit diversen Web2.0-Anwendungen anreichern.

Social Bookmarking

Social Bookmarking bedeutet das Anlegen kollektiver Linksammlungen mit Hilfe des Tagging.

Das Sammeln von privaten oder öffentlichen Linksammlungen und das lokale Speichern von URLs interessanter Websites auf dem eigenen PC ist an sich nichts Neues. Social Bookmarking-Dienste wie Delicious (ehemals de.licio.us) oder das deutschsprachige Angebot Mister Wong übertragen die Speicherung und Verwaltung von URLs aus dem lokalen Web-Browser in das WWW.

So sind die Bookmarks, also "Lesezeichen", von jedem PC aus abrufbar: Einerseits kann auf den Dienst und die Daten von jedem Computer mit Internetzugang aus zugegriffen werden. Andererseits können auch die Linksammlungen anderer Nutzer eingesehen und, in Abhängigkeit vom jeweiligen System, Netzeffekte wie beispielsweise die Ansicht der Popularität eines Links oder die kollektive Vergabe von Tags genutzt werden.

Eine Erweiterung dieser Social Bookmarking-Systeme für eine wissenschaftlich orientierte Zielgruppe stellen Dienste wie Connotea, CiteULike oder Bibsonomy dar. Sie bieten die Möglichkeit einer weitaus differenzierteren Beschreibung der Nachweise, so dass neben Webseiten auch andere elektronische Publikationsformen wie Zeitschriftenartikel oder Kapitel eines Buches anhand ihrer möglichen Metadaten differenziert strukturiert werden können.

Der Online-Dienst Librarything erweitert die Möglichkeiten noch auf eigene Literatursammlungen und wird mittlerweile auch von vielen Bibliotheken genutzt.

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Anwendungen und Beispiele

Flickr

www.flickr.com

Die Online-Fotoplattform Flickr bietet den Usern die Möglichkeit, Fotos hochzuladen, zu bearbeiten, zu zeigen und zu verwalten.

Literatur
  • Golda, Sandra: Einsatz von Flickr in Bibliotheken. (2009)
    http://opus.bsz-bw.de/fhhv/volltexte/2009/279/

    Abstract der Autorin:
    Social Software ist aus dem Alltag von Internetnutzern nicht mehr wegzudenken und hat mittlerweile auch in Bibliotheken Einzug gehalten. Die folgende Arbeit stellt die Fotocommunity Flickr vor und zeigt ihre Einsatzmöglichkeiten in Bibliotheken auf. Anhand von praktischen Beispielen werden Anwendungen erkannt und analysiert, gleichzeitig anschaulich demonstriert. Außerdem werden potentielle Einsätze in Informationseinrichtungen von Flickrs Funktionsvielfalt abgeleitet. Dabei thematisiert die Arbeit Flickr unter anderem als Bilddatenbank, als Instrument für die Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit und stellt digitale Bildersammlungen vor. Die Arbeit verdeutlicht damit, wie durch den Einsatz von Social Software Prozesse im Bibliotheksumfeld bereichert werden können.
Anwendungsbeispiele

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Youtube

www.youtube.com

Das Video-Portal, 2006 von Google übernommen, bietet seinen Nutzern die Möglichkeit, Videos hochzuladen, anzusehen und zu kommentieren. 

http://www.youtube.com/?gl=DE&hl=de Artikel

"Youtube" in der Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/YouTube

Beispiele von Bibliotheken / bibliothekarischen Einrichtungen mit eigenem Kanal auf Youtube
Einführung in die Funktionen von Youtube und Tipps für Bibliothekare

http://bibliothek2009.wordpress.com/2009/10/19/lektion-13-videos/

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Delicious

www.delicious.com

Der Online-Dienst ermöglicht es seinen Nutzern, persönliche Lesezeichen anzulegen und mit Schlagwörtern (Tags) zu versehen. Diese Link-Sammlung ist im Allgemeinen öffentlich sichtbar, kann jedoch auch als privat gekennzeichnet werden.

http://delicious.com/

Artikel "Delicious" in der Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Delicious

Anwendungsbeispiele aus Bibliotheken

Viele Bibliotheken sammeln zu verschiedenen Fachgebieten Links und präsentieren diese auf ihren Webseiten. Dienste wie Delicious ermöglichen den Bibliotheken, ihre Linksammlung einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen und die Links von der Community erweitern und verschlagworten zu lassen.

Weitere Online-Dienste zum Social Bookmarking

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Librarything

www.librarything.com

Online-Dienst zum Katalogisieren eigener Bücher, Empfehlungs- und Bewertungsfunktionen, Import von Katalogdaten (z.B. Library of Congress, GBV), Vernetzung mit anderen Nutzern, Gruppenbildung 

http://www.librarything.com

Artikel "librarything" auf Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/LibraryThing

Beispiele aus Bibliotheken
Literatur und Tipps

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Redaktion und Kontakt

Redaktion Bibportal
 

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