Soziale Netzwerke
Soziale Netzwerke - zum Beispiel: Facebook und Twitter
Soziale Online-Netzwerke wie Facebook, StudiVZ, Xing etc. sind ein wesentlicher Bestandteil der Web2.0-Community geworden und erfreuen sich vor allem bei jüngeren Nutzern großer Beliebtheit. Zunehmend zeigen auch Firmen und Institutionen in den verschiedenen Netzwerken Präsenz.
Neben der Selbstdarstellung dienen die Netzwerke vor allem der Kontaktaufnahme und Vernetzung. Die Zielgruppenausrichtung kann unterschiedlich geprägt sein - während StudiVZ ursprünglich ein Kontakt-Netzwerk für Studenten darstellt, liegt bei Xing der Schwerpunkt auf beruflichen Kontakten. Facebook als mittlerweile größtes soziales Netzwerk hatte im März 2010 nach eigenen Angaben über 400 Millionen aktive Nutzer weltweit. (http://de.wikipedia.org/wiki/Facebook).
Die Kritik, der Facebook und auch andere soziale Netzwerke sich zunehmend stellen mussten und müssen, bezieht sich u.a. auf den mangelnden Schutz persönlicher Daten, vor allem auch der Daten Minderjähriger und die Verwendung derselben für kommerzielle Zwecke, ebenso wie die Verwertungsrechte der persönlichen Daten für die Betreiber auch nach Deaktivierung eines Kontos.
(http://de.wikipedia.org/wiki/Facebook).
Eine kritische Einschätzung zur Preisgabe persönlicher Daten in Online-Netzwerken bietet der folgender Artikel:
Dominik Reinle: Daten-Striptease im World Wide Web – Sorglosigkeit mit Folgen:
http://www.goethe.de/wis/med/idm/das/de4743253.htm
Das kommerzielle Kontakt-Netzwerk bietet seinen registrierten Nutzern die Möglichkeit, sich eine Profilseite zu erstellen: neben persönlichen Angaben zur Selbstdarstellung (Interessen, Lebenslauf, Neuigkeiten) lassen sich Fotos oder Videos einbinden, Nachrichten veröffentlichen und von anderen Nutzern kommentieren, Interessens-Gruppen bilden.
"Facebook" in der Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Facebook
Bibliotheken auf Facebook
In der bibliothekarischen Fachwelt wird regelmäßig über den Nutzen von Facebook für Bibliotheken diskutiert.
Die wichtigsten Argumente, die dafür sprechen, dass sich Bibliotheken auch in Facebook präsentieren, sind die Möglichkeit der verstärkten Kundenbindung, des direkten In-Kontakt-Tretens mit den Nutzern sowie die Chance, andere Nutzer oder auch bisherige Bibliotheks-Nicht-Nutzer zu erreichen und "dahin zu gehen", wo ein Teil der potentiellen Kunden sich befindet.
Allerdings erfordert die Präsenz in Facebook auch die kontinuierliche Pflege des Profils - aktuelle Meldungen sollten regelmäßig gepostet, auf Kommentare und Fragen geantwortet werden.
Beispiele von Bibliotheken auf Facebook
- Auflistung von Bibliotheken auf Facebook
http://liswiki.org/wiki/Libraries_at_Facebook
- ETH Zürich
http://www.facebook.com/ETHBibliothek
- Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg
http://www.facebook.com/stabihh
- Öffentliche Bibliotheken Lichtenberg
http://www.facebook.com/pages/Lichtenberger-Bibliotheken/209507699029
- Münchner Stadtbibliothek
http://www.facebook.com/pages/Munchen-Germany/Munchner-Stadtbibliothek/95310874527
Rechtliche Aspekte bei der Einrichtung offizieller Facebook-Seiten
In einer vierteiligen Gastposting-Serie im Blog der Agentur Schwindt informiert der Rechtsanwalt Jan Christian Seevogel, schwerpunktmäßig im Urheber-, Medien- und Internetrecht tätig, über Rechtsfragen im Zusammenhang mit offiziellen Facebook-Seiten:
http://blog.schwindt-pr.com/?s=seevogel
Über die kostenlose Plattform twitter.com können Kurznachrichten, ähnlich wie ein Nachrichten-Ticker, bis zu 140 Zeichen veröffentlicht werden. Die Veröffentlichung funktioniert entweder über den Browser oder auch über Mobilfunk-Anwendungen. Andere registrierte Nutzer können die Beiträge ("tweets") abonnieren, weiterleiten und darauf antworten.
Im Mai 2010 haben nach Angaben des Medienpädagogen Thomas Pfeifer (http://webevangelisten.de/twitteruserzahlen-gleichbleibend/) 270.000 Accounts in deutscher Sprache aktiv getwittert. Im Mai 2009 waren es 78.000.
Artikel "Twitter" in der Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Twitter
Bibliotheken und Twitter
Besonders in den USA wird Twitter schon seit geraumer Zeit von Bibliotheken eingesetzt. Man kann z.B. Veranstaltungshinweise, Recherchetipps oder Blogpostings finden (http://twitter.com/librarycongress).
Auch in Deutschland gibt es mittlerweile immer mehr bibliothekarische Tweets:
Eine (nicht vollständige) Auflistung twitternder Bibliothekarinnen, Bibliothekare und bibliothekarischer Institutionen findet sich hier:
http://liswiki.org/wiki/Microblogs
Beispiele Twitter-Accounts Bibliotheken
http://twitter.com/nordenhampublib
http://twitter.com/slubdresden
Literatur und Links
Pfeifer, Galina: Twitter an deutschen Hochschulbibliotheken
http://opus.bsz-bw.de/fhhv/volltexte/2009/281/
Einführung für Bibliothekare in die Funktionalitäten von twitter
http://bibliothek2009.wordpress.com/2009/09/07/twitter/
Christian Hauschke: Twitter in Bibliotheken (Kurzpräsentation)
http://www.slideshare.net/hauschke/twitter-in-bibliotheken
Checkliste Twittern vom BIB (Jürgen Plieninger)
http://www.bib-info.de/fileadmin/media/Dokumente/Kommissionen/Kommission%20f%FCr%20One-Person-Librarians/Checklisten/check28.pdf
Links und Literatur
- Facebook, Twitter & Co. - das neue Internet
Vortrag von Dr. Holger Schmidt im Juni 2010
http://www.slideshare.net/HolgerSchmidt/facebook-twitter-co-das-neue-internet
