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Das Kompetenznetzwerk für Bibliotheken - KNB

Eine Basis für gemeinsame Bibliotheksarbeit

Das Kompetenznetzwerk für Bibliotheken (KNB) erledigt überregionale Aufgaben des Bibliothekswesens in dezentraler Form. Am 01.01.2004 nahm es seine Arbeit auf.

Es wurde gegründet, um unverzichtbare Dienstleistungen für das gesamte Bibliothekswesen zu sichern. Welche Dienstleistungen das sind, wurde vor Gründung des KNB in einem Bericht an die Kultusministerkonferenz zusammengestellt, der von einem Runden Tisch aller überregional tätigen Bibliothekseinrichtungen verfasst wurde.

Dieser Bericht enthält die konzeptionelle Basis für das Kompetenznetzwerk und stellt die wichtigste Arbeitsgrundlage für das KNB dar. Als Ziele des KNB sind dort genannt:

  • Informationen und Fakten für Planungen und Entscheidungen auf Bundes- und Länderebene vielfältig verfügbar zu machen,
  • strategische Prioritäten zu identifizieren,
  • die Rolle der Bibliotheken im internationalen Raum zu stärken und die internationalen Beziehungen zu unterstützen,
  • das Innovations- und Entwicklungspotenzial der Bibliotheken zu unterstützen.

Das KNB wird gemeinschaftlich finanziert von allen Bundesländern. Es berichtet an den Hochschulausschuss der Kultusministerkonferenz (KMK).

Arbeitsweise

Schlank, aufgabenorientiert, modular

Das KNB ist ein echtes Netzwerk: ein Zusammenschluss von selbständigen Einrichtungen, die sich bereit erklärt haben, eine überregionale Aufgabe zu übernehmen. Für das KNB wurde keine neue Institution gegründet, so dass der zentrale Aufwand minimal bleibt: lediglich eine Koordinationsstelle unterstützt die Arbeitsbereiche und das Steuerungsgremium.

Alle Mittel, die dem KNB zur Verfügung stehen, sind an klar umrissene Aufgaben gebunden. Soll ein neues Projekt ins KNB übernommen werden, beginnt der Weg also bei einer konkreten, überregionalen Aufgabenstellung. Für diese neue Aufgabe muss dann eine kompetente Partnerinstitution als Trägerin und eine zusätzliche Finanzierung gefunden werden. Die Koordinationsstelle beim dbv fungiert dabei im Sinne einer Aufgaben- (und Träger-) Vermittlungsagentur.

Aufgrund seiner modularen Struktur kann das KNB ohne großen organisatorischen Aufwand um neue Partner und Aufgaben erweitert werden. Umgekehrt bedeutet das, dass jede Aufgabe im Rahmen des KNB von einer bereits bestehenden Einrichtung übernommen werden muss.